Life Changer Podcast mit Wassili Jungblut

Mental Load beginnt in der Kindheit!

Wassili Jungblut Season 1 Episode 44

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0:00 | 19:34

Viele sprechen über Mental Load —
 aber kaum jemand spricht über die tieferen Muster dahinter.

In dieser Folge geht es darum,
 warum viele Frauen unbewusst die Rolle der Überverantwortlichen übernehmen,
 warum viele Männer sich emotional zurückziehen
 und wie diese Dynamiken über Generationen weitergegeben werden.

Wir sprechen über Kindheitsprägungen,
 Familiensysteme,
 Mutter- und Vaterdynamiken
 und darüber,
 warum sich dieselben Beziehungsmuster immer wiederholen.

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SPEAKER_00

Hallo und herzlich willkommen hier zu meinem Podcast und zwar dem Live Changer Podcast, in dem du alles über deine Traumata fährst, über die Konsequenzen, die du heute in deinem Leben spürst und natürlich ganz klar die Ursachen, was dazu geführt hat und wie du daraus kommen kannst. Mein Name ist Vasili, ich freue mich auf dich und lass uns jetzt starten. Heute sprechen wir über das Thema Mental Load. Vielleicht kennst du das Thema, weil das Thema ist in aller Munde. Warum sich diese Dynamik über Generationen wiederholt, das ist meine Sichtweise auf diese Thematik und diese Thematik oder diese Sichtweise ist auch begründet. Und das wirst du auch heute hier erfahren. Denn ich bin der Meinung, dass Mentelloot kein Problem der Organisation ist. Kein Problem ist, dass nur die Frau hat und nur deshalb, weil der Mann sich nicht einbringt, weil der Mann nicht sich einbindet und der Mann nicht präsent ist. Wir werden darauf zu sprechen kommen. Also, lass uns mit dem Thema anfangen. Heute sprechen wir, wie gesagt, über das Thema Mentalot und dieses Gefühl, ständig an alles denken zu müssen. Alles organisieren zu müssen und immer verantwortlich zu sein. Das heißt, dass der Kopf nie abschaltet. Man ist immer im Kopf. Eher vielleicht weniger in der Handlung, im Umsetzen, aber immer im Kopf. Der Kopf ist dauerhaft angespannt, der Kopf ist dauerhaft am Denken, Justieren, Korrigieren und so weiter. Und ganz wichtig vorweg, natürlich gibt es Beziehungen, denen Aufgaben unfair verteilt sind. Ja, das gibt es auch. Natürlich gibt es aber auch Männer, die sich rausziehen. Ja, gibt es auch, die keine Verantwortung übernehmen oder auch emotional nicht wirklich präsent sind. Das gibt es auch. Das bestreite ich nicht. Diese Erfahrung mache ich ebenfalls mit den Kunden, mit denen ich arbeite. Aber ich glaube, dass wir bei diesem Thema oft zu oberflächlich bleiben, weil es einfach bequem ist. Es ist bequem, oberflächlich an diesem Thema zu arbeiten, beziehungsweise das Ganze zu betrachten, weil es einem dann natürlich auch keine Probleme bereitet. In dem Sinne, dass man tief in sich hineinschauen muss, um herauszufinden, warum ich, warum habe ich denn diese mentale Überforderung. Und Mentellot ist häufig nicht einfach nur ein Organisationsproblem. Es ist ein tiefes emotionales Muster. Ein Beziehungsmuster. Ein Muster aus der Familie, also Familienmuster, Familiendynamik. Denn viele Frauen, und vielleicht gehörst du auch dazu, und betrachte jetzt ebenfalls mal deine Mutter, deine Oma, deine weibliche Ahnenlinie mal dazu, die heute unter Mental Load leiden, haben diese Rolle nicht erst in ihrer Beziehung entwickelt. Sie haben sie oft schon auch als Kind getragen oder auch gelernt. Denn viele Frauen waren emotional schon sehr früh verantwortlich gewesen, weil vielleicht die Mutter selbst überfordert war. Probier das oder teste das mal an dir selbst. Schau mal zu deiner Mutter rüber. Schau mal zu deiner Oma rüber. War deine Mutter denn überfordert gewesen? Und vielleicht war auch der Vater emotional abwesend gewesen. Das bedeutet, der Vater war zwar für sich präsent, aber er hat sich nicht gekümmert, er hat sich nur um sich gekümmert, nur um seine Belange über seine Bedürfnisse, aber nicht für die Familie eingesetzt. Und vielleicht gab es auch dadurch natürlich Spannung zwischen Mutter und Vater. Chaos, emotionale Unsicherheit, Streit oder natürlich auch Druck in der Familie. Versuch dich auch mal währenddessen so ein bisschen an deine Kindheit mitzuerinnern. Und das Kind, dann in dem Fall du, wenn du jetzt diesen Mäntelhut hast, beginnt relativ früh zu lernen, ich muss mitdenken. Weil die Erwachsenen verdammte Hacken nicht in der Lage sind, ihrer Verantwortung nachzukommen. Die Erwachsenen nehmen sich selbst wie Kinder. Ich muss mitdenken, ich muss spüren, wie es allen geht, damit die Harmonie, damit die Balance in der Familie bestehen bleibt. Ich muss Verantwortung übernehmen und ich darf keine zusätzliche Belastung sein. Ich darf auch emotional keine zusätzliche Belastung sein. Weil der Mutter geht schon schlecht und sie ist ja schon verlassen vom Vater. Der Vater ist nicht da. Also ich muss tragen, ich muss mitschleppen und ich muss die Mutter sogar eventuell emotional mittragen. Und die Verantwortung, die sitzt heute noch in deinem Nacken, sitzt in deinen Schultern, sie sitzt auch in deinem Kopf. Und genau daraus entsteht dann später oft das Gefühl, niemals wirklich loslassen zu können. Weil dein Nervensystem dadurch immer in Daueranspannung war. Immer. Und bis heute. Das heißt, viele Frauen kontrollieren nicht, weil sie böse sind, also vom Charakter her, sondern weil Kontrolle unbewusst für sie Sicherheit geworden ist. Das bedeutet, ich hatte eine Familie, in der ich alles kontrollieren musste. Ich musste schauen, gucken, scannen. Und wenn ich das nicht gemacht habe, dann war die Gefahr relativ groß, dass es zu einem Streit gekommen ist. Vielleicht haben sich die Eltern auch geprügelt, was ich heute auch sehr, sehr häufig in meinen Sitzungen erfahre, wie die Dynamiken innerhalb der Familie sind, wenn wir an gewissen Themen arbeiten, dass Mann und Frau sich regelrecht gegenseitig verprügeln. Nicht nur der Mann, sondern auch die Frau, den Mann. Und das Problem ist aber dabei, dass diese Muster verstärken sich später oft in Beziehungen. Denn viele Männer, vor allem in der heutigen Generation, bringen wiederum ihre eigenen Prägungen mit. Viele Männer haben nie gelernt, wirklich präsent Verantwortung zu übernehmen. Warum? Weil auch sie oft ohne gesunde Vaterstruktur aufgewachsen ist. Sie hatten ebenfalls keinen Vater gehabt, der präsent war, der hätte führen können, der hätte zeigen können, wie eine gesunde Beziehung zwischen Mann und Frau funktioniert. Ein Vater, der sie nicht gesehen hat, sich für sie nicht interessiert hat, ein Vater, der einfach vielleicht auch nicht nur emotional, sondern auch körperlich total abwesend war. Der Vater war vielleicht passiv, nicht erreichbar, konfliktscheu oder selbst innerlich schwach und angepasst. Betrachte mal deinen eigenen Vater. Versuch das mal während dieser Podcast-Folge einfach mal ein bisschen zu reflektieren. Und genau dadurch entsteht natürlich oder lernen die Männer später, dass sie Druck vermeiden müssen, Konflikten eher lieber aus dem Weg gehen sollten oder sich auch zurückziehen. Also, vielleicht kennst du das auch von deinem Mann, lieber nichts falsch machen. Also, bevor ich überhaupt was mache, mache ich lieber nichts, weil ich dann Angst habe, etwas falsch zu machen. Und jetzt treffen in Beziehungen oft zwei verletzte Systeme aufeinander. Zwei Wunden treffen aufeinander. Die Frau, die alles kontrollieren muss, um Sicherheit zu fühlen. Und der Mann, der sich zurückzieht, weil er Verantwortung und den innerlichen Druck nicht standhalten kann. Und genau daraus entsteht dieser Kreislauf, der heute so viele Paare erlebt. Je weniger der Mann übernimmt, desto mehr kontrolliert die Frau. Das eine verstärkt das andere. Und je mehr die Frau kontrolliert, desto passiver wird der Mann. Und sie fühlt sich dann natürlich ganz klar irgendwann allein. Er fühlt sich kritisiert, weil egal was er macht, egal was er versucht zu machen, es ist nie genug, sie meckert immer, sie muss immer nachjustieren, sie muss immer gucken, sie muss immer prüfen, sie muss immer eine gewisse Anweisung geben. Und beide glauben, der andere sei das Problem. Man schiebt sich die Schuld gegenseitig zu und sagt, okay, wenn du ja mehr machen würdest, dann würde hier alles funktionieren. Wenn du aber weniger kritisieren würdest, dann würde ich auch in Ruhe alles machen können. Und das ist genau das Problem, was leider sehr, sehr häufig nur in Paartherapien betrachtet wird, die Dynamik, also beziehungsweise das Verhalten versucht wird zu verändern. Aber es liegt nicht an dem Verhalten. Sondern dein Nervensystem reagiert auf das, was du gelernt hast, um zu überleben. Nochmals, dein Nervensystem reagiert in dem Moment genauso, wie es gelernt hat, um zu überleben. Jetzt kommt aber ein wichtiger Punkt. Diese Muster bleiben nicht nur zwischen Mann und Frau. Sie werden natürlich auch an die Kinder weitergegeben. Denn Kinder, egal ob wir heute so mega bewusst sind und wir können das sehr, sehr häufig sehen, dass sehr viele Menschen sich heute relativ spirituell und bewusst betrachten, Kinder lernen nicht durch Worte, Kinder lernen durch das, was sie täglich erleben. Und wenn sie erneut bei einem bewussten Elternteil erleben, dass der Vater unterdrückt wird, dass die Mutter wieder alles trägt und schleppt, wird das zu einem transgenerationalen Traumator und es wird dann einfach weitergegeben. Das bedeutet, das, was du von deiner Mutter und sie von ihrer Mutter und sie dann von ihrer Mutter gelernt hat, wird einfach jetzt durch dich weiter an deine Kinder gegeben. Und es spielt keine Rolle, ob das ein Mädchen ist oder ob das ein Junge ist. Das heißt, ein Kind sieht, dass die Mutter dauerhaft gestresst ist. Dass die Mutter wieder alles trägt, die Mutter organisiert und emotional die ganze Familie zusammenhält, weil häufig hinten dran natürlich der Glaubenssatz ist, wenn ich das nicht mache, dann macht niemand was hier. Und wenn ich das nicht mache, dann bricht hier alles zusammen. Der erwachsene Mann wird sterben, Kinder werden sterben, alles bricht zusammen. Und das Kind lernt wieder, die Frau muss alles tragen. Und wenn das Kind gleichzeitig erlebt, dass der Vater sich natürlich wieder zurückzieht, Konflikte vermeidet, klare Führung meidet, also sie nicht übernimmt, emotional sich gar nicht einbindet, dann lernt das Kind, okay, der Mann hält keinen Druckstand. Der Mann übernimmt wieder keine klare Verantwortung, keine klare Position, keine Präsenz. Und genau dort beginnt die Wiederholung. Die Tochter wird später oft selbst zur überverantwortlichen Frau, die alles kontrollieren muss, weil sie gelernt hat, sonst bricht hier alles zusammen, das habe ich von meiner Mutter gesehen. Und der Sohn wiederum lernt oft, sich anzupassen, Konflikten aus dem Weg zu gehen, auszuweichen, keine klare Position einzunehmen oder auch der Verantwortung oder die Verantwortung eher abzugeben. Und genau deshalb reicht es nicht, einfach nur Aufgaben neu zu verteilen oder einen Part, also dem Partner oder die Partnerin, für irgendetwas schuldig zu sprechen und ihn versuchen zu verändern. Denn viele Menschen beschäftigen sich heute zwar mit den Mustern, versuchen irgendetwas zu heilen, beschäftigen sich auch mit Trauma, mit Persönlichkeitsentwicklung, aber gleichzeitig werden diese Dynamiken jeden Tag weitergelebt, weil sich nichts verändert. Dadurch, dass ich Bücher lese, dass ich mir Podcasts anhöre, dass ich das einfach nur verstehe, verändert sich überhaupt nichts. Nichts. Sondern es muss immer auf mindestens drei Ebenen aufgearbeitet werden. Inneres Kind, die Prägung, die Dynamiken, die du gelernt hast, die anbezogenen Themen dazu müssen in der Ahnenlinie aufgearbeitet werden, freigesetzt werden, Schuld muss abgegeben werden. Das sind viele verschiedene Prozesse, die gemacht werden müssen, und teilweise hast du, deine Oma, eine karmische Verbindung. Eine Verbindung mit Seelenverträgen, die heute immer noch nachwirken, die heute immer noch weiterlaufen. Und diese müssen ebenfalls beendet werden. Denn das Kind spürt Mama, trägt alles, Papa zieht sich zurück, Mama kontrolliert, Papa gibt nach. Mama ist dauerhaft angespannt, Papa wird emotional passiv. Und genau daraus entstehen wieder dieselben Beziehungen, dieselben Konflikte und dieselben inneren Wunden wie bei dir auch. Das heißt, die Kinder werden dann später erneut dasselbe durchleben, wie du es eben gerade ihnen vorlebst oder auch machst. Und deshalb geht es bei Mentelloten nicht nur um Haushalt, bitte. Listen oder Organisation, sondern darum, welches Frauenbild, welches Männerbild und welche Beziehungsdynamiken täglich ins Nervensystem der Kinder geschrieben wird. Mit anderen Worten, das, was du tagtäglich deinen Kindern vorlebst. Und du kannst noch so viele Listen schreiben und noch so toll organisieren. Es wird das Problem nicht verändern. And die echte Veränderung beginnt dort, wo beide, also Mutter und Vater, anfangen ihre eigenen Muster zu erkennen und diese Muster auch aufzulösen. Kindheit, die eigenen Prägungen, die eigenen Schutzmechanismen verstehen, die unbewussten Rollen, die man tagtäglich übernimmt oder übernommen hat, und sie natürlich auch dann auflöst. Denn erst wenn diese Muster bewusst werden, kann der nächste Schritt gegangen werden, und zwar die Aufarbeitung. Und ich arbeite auf der Basis der regressiven Therapie, in der ich dich dann an die jeweiligen Ursprünge, da wo sich die Emotionen verankert haben, dass du alles tragen musst, dass du alleine warst, dass du überfordert warst und eine Verantwortung übernommen hast, die dir nicht zugestanden hat, weil du überleben wolltest, weil du Harmonie wolltest, weil du eine Familie retten wolltest. Genau diese Momente, die müssen aufgearbeitet werden, damit du heute loslassen kannst, damit du heute vertrauen kannst, loslassen kannst, delegieren kannst, ohne dich überfordert zu fühlen, ohne dann direkt in Panik zu verfallen, wenn irgendetwas eventuell schiefläuft, wenn irgendetwas eventuell nicht erledigt oder getan ist. Die Ängste, Verlustängste, die müssen ebenfalls mit aufgearbeitet werden. Nur daraus wirst du dann stark rausgehen und deine Beziehung wird dann wieder auf Augenhöhe zum Partner kommen, sodass ihr euch nichts mehr gegenseitig an Schuld zuschieben müsst, sondern jeder seine eigenen Dynamiken versteht und sie für sich in seinen eigenen Sitzungen auflöst. Damit beide in die Verantwortung gehen, um De Spannungen, die Stresssituation, die tagtäglich dazu führen oder auftauchen, als Resultat aus den Mustern, die man in sich trägt, nicht mehr tragen muss. Damit die Kinder auch ein anderes Vorbild haben, die Kinder etwas anderes vorgelebt bekommen, damit es sich endlich in die nächsten Generationen nicht weiter vererben muss. Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen. Wenn ja, dann bewerte diesen Podcast, gib mir fünf Sterne. Und falls du diese Muster in dir erkennst und sie auflösen möchtest und aus diesem Mentellot endlich aussteigen möchtest, dann schreibe mir eine Direktnachricht über Instagram, WhatsApp. Und wir werden einen gemeinsamen Weg finden, um dich daraus zu begleiten. Ich danke dir und teile es gerne mit den Menschen, die es definitiv hören sollten. In diesem Sinne, wir sehen uns und hören uns in der nächsten Podcast-Folge.