Life Changer Podcast mit Wassili Jungblut
Herzlich willkommen auf meinem Kanal! Ich freue mich, dass du hier bist. Vielen Dank, dass du mir und meinen Gästen zuhört und deine Gedanken mit mir teilst.
Hier widme ich mich den Themen Traumata und deren Auswirkungen auf unser Leben. Mein Ziel ist es, dir zu helfen, deine Herausforderungen besser zu verstehen und Wege zur Heilung und Selbstreflexion zu finden. Gemeinsam erkunden wir verschiedene Perspektiven und Lösungen, um ein erfüllteres Leben zu gestalten. Lass uns diese Reise gemeinsam antreten!
Grüße Wassili
Life Changer Podcast mit Wassili Jungblut
Warum du immer wieder die Retterin spielst
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Warum übernehmen manche Frauen in Beziehungen ständig Verantwortung für den Mann?
Warum fühlen sie sich für seine Entwicklung, seine Gefühle oder sogar sein Leben verantwortlich?
Und warum landen sie immer wieder in derselben Dynamik?
In dieser Folge sprechen wir über die tieferen Ursachen der Retterrolle, wie sie entsteht und weshalb sie oft mehr über die eigene Geschichte verrät als über den Partner.
Eine Folge für alle Frauen, die sich fragen, warum sie immer geben, tragen, kämpfen und trotzdem nicht die Beziehung bekommen, die sie sich eigentlich wünschen.
🎙️ Viel Freude beim Zuhören.
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Hallo und herzlich willkommen hier zu meinem Podcast. Mein Name ist Vasily und hier erfährst du alles über deine Traumata und die Konsequenzen, die heute dich daraus begleiten und wie du natürlich aus diesem Traumata herauskommst. Und heute möchte ich gerne mit folgendem Thema durchstarten und zwar, warum du in deiner Beziehung ständig die Retterin spielst und dabei selbst untergehst. Kennst du das? Kennst du diese Retterrolle? Das heißt, du denkst ständig darüber nach, wie du deinem Partner helfen kannst, wie du ihn vielleicht motivieren kannst, wie du ihn heilen kannst, wie du ihm endlich dabei helfen kannst, sein Potenzial zu erkennen. Weil er muss es doch, er hat doch so viel anderes nicht. Du liest Bücher für ihn, du schickst ihm Videos, irgendwelche Screenshots, du führst Gespräche, du gibst ihm Tipps, du erinnerst ihn eventuell, du erklärst, du wartest, and irgendwann merkst du, ich bin eigentlich nicht mehr seine Partnerin, sondern irgendwie bin ich seine Therapeutin geworden. And genau darüber möchte ich gerne heute sprechen, warum so viele Frauen in Beziehungen die Retterin spielen. Und warum sich Männer aussuchen, die sie dann auch retten können. Weil es gibt keine Zufälle gibt. Nichts passiert zufällig. Und warum genau das meistens nicht aus Liebe geschieht, sondern aus einer alten Wunde heraus. Wir fangen mal mit einer Lüge an. Denn viele Frauen glauben ja, ich helfe einfach gerne. Ich unterstütze gerne Menschen. Ich möchte nur das Beste für meinen Partner. Und natürlich gibt es gesunde Unterstützung. Also das bezweifle ich nicht. Aber Unterstützung und Rettung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Unterstützung bedeutet, der andere, also dein Partner, übernimmt Verantwortung und du begleitest ihn. Rettung bedeutet aber gerade das Umgekehrte, du übernimmst die komplette Verantwortung für etwas, das eigentlich Seins wäre. Und genau dort beginnt auch die Dynamik. Wenn die Frau anfängt, emotionale Last des Mannes zu tragen, wenn die Frau diese Lasten tagtäglich trägt, also versucht seine Entwicklung zu tragen, sie versucht ihn dazu zu motivieren, sich mehr und weiter zu entwickeln, sie versucht ihn jeden Tag zu motivieren, du musst das machen, Schatz, das hast du toll gemacht, wunderbar, mach weiter, dass du seine Ziele trägst, dass du für ihn mit die Ziele ziehst und vielleicht auch selbst noch die Ziele vorgibst und vorlegst, dass du seine Probleme für ihn löst, bevor er überhaupt die Chance hat, darauf irgendwie selbst zu reagieren. Oder dass du auch versuchst, seine Gefühle zu tragen. Das ist sehr, sehr häufig. Dass man versucht, seine Gefühle zu tragen, das passiert meistens in der Form, dass man gewisse Dinge nicht sagt oder gewisse Dinge nicht macht, weil man ja weiss, wie the other darauf reagieren wird anders the other ja wohl schon wird, so dass man das im Vorfeld vermeidet andet, oh, da wird er aber sehr, sehr angepisst sein. Oh, da wird er aber sehr, sehr traurig sein. Also das mache ich lieber nicht. And obwohl das vielleicht gar nicht der Realität entspricht, obwohl vielleicht dein Partner so gar nicht reagieren würde, aber du malst dir schon im Kopf aus, welche Gefühle er tragen würde, welche Gefühle er äußern würde, und die trägst du schon im Vorfeld. Dass du sein Leben planst, korrigierst, führst. Und das Wichtige in der ganzen Geschichte ist, die meisten Retterin sind nicht zu dieser Retterin geworden, erst in der Partnerschaft. Denn sie waren das bereits schon als Kinder. Also vielleicht hattest du eine Mutter gehabt, die emotional vielleicht überfordert war. Bei mir im Haushalt war das genauso in meiner Familie. Mutter mit drei Kindern, Vater irgendwie abwesend, Mutter hatte alles alleine geschleppt. Es gab auch Streitigkeiten, Spannungen in der Familie, unausgesprochenen Konflikt, es wurde alles runtergespielt, runtergeschluckt, es wurde irgendwie die Konfrontation vermieden, das offene Gespräch wurde gar nicht gesucht. Und dann lernst du als Kind, wenn ich mich kümmere, erstens, ich werde gebraucht, wenn ich helfe, zweitens bekomme ich dann Liebe. Und wenn ich dann stark bin, drittens gehöre ich dazu. Dass das Kind beginnt, genau diese Muster, diese Spannungen, diese Prägungen, die innerhalb der Familie sind, zu tragen. Und das Kind entwickelt eine Identität. Also nicht über das Sein, sondern das, wie ich sein darf, so wie ich bin, sondern über das Helfen. Das bedeutet, je mehr ich mich engagiere, desto mehr habe ich den Wert für mich, dass ich gebraucht werde. Je mehr ich helfe, desto sicherer fühle ich mich auch. Desto mehr kriege ich eine Rückmeldung von meinen Eltern, dass ich das gut gemacht habe. Dass du dich über die Funktion beginnst zu bestätigen. Dass dein Wert nur darin liegt, je mehr du leistest, je mehr du gibst, je mehr du dich involvierst und dich selbst aufgibst, desto wertvoller bist du. Vielleicht kennst du das. Jetzt wird es aber spannend, denn viele Frauen sagen auch, warum ziehe ich denn immer dieselben Männer an? Und die Antwort ist relativ einfach, weil gesunde Männer oder dein Rettungssystem gar nicht bedienen. Ein gesunder Mann, der nicht diese Prägung selbst hat, der keine Mutter braucht, der keine Therapeutin braucht, der keine emotionale Krankenschwester braucht, der kommt gar nicht in dein Feld hinein. Der spürt diesen Retter-Syndrom und er lässt sich gar nicht erst ein auf diese Beziehung. Und deshalb ziehst du ja aufgrund deiner eigenen Wunde genau diese Männer an, die eine Mutter brauchen, die bemutet werden möchten, für die alles gemacht werden muss, die selbst aus einem Haushalt kommen, in dem die Mutter dominant war, in dem die Mutter alles übernommen hat und der Vater eher schwach war. Die geführt werden möchten, weil sie nie gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen. Genau die Männer ziehst du ja in dein Leben, weil du diese eigenen Baustellen in dir trägst. Da hast du Männer mit Bindungsängsten, Männern mit Problemen, Männern mit Süchten, Männern mit Orientierungslosigkeit, Männer mit emotionalen Wunden und so weiter. Und warum passiert das Ganze? Weil dort die bekannte Rolle aktiviert wird. Sobald ich so einen Mann in meinem Haushalt habe, in meiner Beziehung, in meiner Nähe, dann aktiviert sich bei dir genau diese alten Wunden und du verfällst genau wieder in diese Retterrolle. Endlich darf ich wieder retten. Endlich werde ich wieder gebraucht. Endlich hast du wieder eine Aufgabe, der du dich widmen kannst, dich hineinbringen kannst, dich komplett in diese Aufgabe verlieren kannst, um aus einem verlorenen Lamm, aus einem schwachen Lamm ein starkes Lamm, einen Führer machen zu können. Das funktioniert aber nicht. Und das Fatale an der ganzen Geschichte ist, dass viele Frauen ja auch glauben, ich rette, weil ich ihn liebe. Das heißt, es wird Liebe verwechselt. Es stimmt oft gar nicht, weil viele retten einfach aus ihrer eigenen Angst heraus, Angst, dass ich, wenn ich nichts tue, abgelehnt werde, dass ich dann verlassen werde, weil ich dann das Gefühl habe, okay, ich bin schuld daran, weil ich nicht zu, weil ich nicht genügend gegeben habe, wird er mich verlassen. Hätte ich doch mehr gegeben, Schuldgefühle kommen ebenfalls mit auf. Hätte ich doch mehr gegeben, dann wäre die Beziehung gerettet. Aber nein, die Angst, dass jemand erkennt, wer du wirklich bist. Dass du jemand bist, der selbst gerettet werden möchte, die selbst gehalten werden möchte, dass du jemand bist, der selbst für Sorge benötigt. Aber solange du dich natürlich mit den Problemen anderer beschäftigst, mit den Problemen des Mannes, mit seinen Themen, mit seinen Entwicklungen, mit seinen Fehlern, aber nicht mit dir, bleibt der Fokus natürlich im Außen, nicht im Inneren, also nicht zu dir gerichtet. Und solange der Fokus nicht in dir oder zu dir gerichtet ist, kann auch keine Entwicklung deinerseits stattfinden. Dann braucht man nicht mehr zu sich zu schauen, sondern man schaut sich den Mann an und versucht, ihn zu verändern, ihn zu optimieren, ihn zu verbessern, weil der eigene Schmerz wirklich groß ist. Die Ängste sind sehr groß, dass man da gar nicht hineinschauen möchte. Und jetzt kommt ein Punkt, den viele leider nicht hören wollen, und zwar retten hat oft etwas mit Kontrolle zu tun. Denn wenn ich jetzt jemanden rette, Achtung, stelle ich mich unbewusst über ihn. Denn ich weiß schließlich, was richtig ist. Ich weiß, wie es besser geht. Und ich weiß, was er tun müsste. Ich weiß, wie wirklich die Heilung funktioniert und ich weiß, wie Entwicklung funktioniert. Und was passiert dadurch? Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht in dem System. Der eine erklärt, der andere wird erklärt. Der eine führt, der andere wird geführt. Und irgendwann passiert das, was in sehr, sehr vielen Beziehungen leider passiert, man ist nicht mehr auf Augenhöhe. Da ist keine Begegnung mehr auf Augenhöhe. Und die Beziehung, die läuft definitiv immer in eine Sackgasse. Weil der Mann, er spürt das. Da ist jemand, der beginnt, mich zu belehren, ich mag das nicht, ich will das nicht, ich will das nicht hören. Also er leistet Widerstand, er zieht sich zurück, er reagiert genervt, er wird komplett passiv und sobald du gewisse Themen ansprichst, hat er keinen Bock darauf, er hat keine Lust mehr, darüber zu sprechen. Weil niemand dauerhaft gerettet werden möchte, sondern man möchte auch seine eigenen Entscheidungen, seine eigenen Fehler, seine eigenen Erfahrungen machen. Und das ist die eigentliche Kraft und die eigentliche Message hinten dran, dadurch, dass du ihn rettest, nimmst du ihm die Chance, sich zu entwickeln. Du willst das Beste, dass er sich entwickelt, aber dadurch, dass du ihn rettest, nimmst du ihm genau diese Chance, sich auf seine Art und Weise zu entwickeln, seine Aufgabe durchzulaufen und sein Karma zu reinigen. Du übernimmst seine komplette Verantwortung. Du nimmst ihn die Kompetenz. Und kein Mann, glaub mir, kein Mann hat generell Lust, ob das jetzt körperlich oder emotional ist oder das spielt keine Rolle, hat keine Lust auf so eine Retterin. Es ist nervig. Weil egal, was du machst, es ist falsch, egal was du machst, es ist nicht gut genug, egal was du machst, es muss irgendwie immer noch optimiert werden. Und die Anziehung zwischen Mann und Frau, die wird dadurch zerstört. Und wenn du jetzt selbst dauerhaft in so einer Retterposition bist, dann frag dich einfach, okay, wer wäre ich selbst ohne diese Rolle? Wer wäre ich dann? Wer wäre ich, wenn niemand da wäre, der meine Hilfe braucht? Wer wäre ich, wenn ich niemanden reparieren müsste, niemanden optimieren müsste? Wer wäre ich, wenn ich einfach nur Frau sein dürfte? Für viele entsteht genau dort Angst, weil plötzlich Lehre auftaucht, weil man in dieser Rolle gefangen ist, in dieser Rolle sich sein Leben lang bewegt hat und diese Rolle einen großen Teil von einem selbst, von seiner Identität ausmacht. Und genau diese Lehre dort ist die eigentliche Wunde. Denn die Aufgabe einer Frau ist es nicht, den Mann zu retten oder zu heilen oder ihn irgendwie zu verändern oder zu reparieren. Die Aufgabe der Frau ist es nicht, die Verantwortung für sein Leben zu tragen, für seine Entwicklung. Und eine gesunde Beziehung entsteht erst dann, wenn zwei Erwachsene Verantwortung für sich selbst übernehmen können. Wenn keiner den Therapeuten für den anderen spielt, keiner den anderen retten möchte und keine die Mutter des anderen wird. Und wenn du merkst, dass du immer wieder Männer retten möchtest, Verantwortung übernimmst, die gar nicht deine ist und dich dabei selbst verlierst, weil es auch auf Dauer Mühe macht. Weil man möchte auch dadurch gesehen werden, man möchte dadurch auch Anerkennung bekommen, aber es kommt nichts zurück, außer nur Stress, Nörgelei und so weiter. Dann schau dir einmal an, wo du gelernt hast, dass Liebe und helfen zusammengehören. Wenn du diese Dynamik für dich auflösen möchtest und endlich aus dieser Rolle aussteigen möchtest, damit du eine gesunde Beziehung führen kannst, auf Augenhöhe, damit du nicht die Verantwortungen deines Partners schleppen musst, damit dein System sich entspannen kann und sich auf sich selbst konzentrieren kann, dann schreibe mich an über Instagram, WhatsApp. Und ich helfe dir dabei, ich begleite dich. Ich arbeite tagtäglich mit Frauen, die in ihren Retterrollen gefangen sind. Ich helfe dir dabei, dich dadurch zu begleiten, diese Muster aufzulösen. In diesem Sinne, ich bedanke mich, dass du zugehört hast. Falls Fragen sind, einfach melden. Ansonsten teile das Video oder jetzt diesen Podcast mit denjenigen, die es hören sollten. Und wir werden uns in den nächsten Podcast wiederhören. In diesem Sinne, ich bedanke mich. Mach's gut.